Duoday am 30. September: Menschen mit Beeinträchtigung suchen Tagespraktikum
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Duoday am 30. September: Menschen mit Beeinträchtigung suchen Tagespraktikum
Bad Hersfeld – In diesem Jahr wird der dritte „Duoday“ im Landkreis Hersfeld-Rotenburg veranstaltet. „Dabei handelt es sich um einen Tag, an dem Menschen mit Beeinträchtigung in Unternehmen hospitieren und auf diese Weise neue berufliche Erfahrungen machen können“, sagt Michaela Kehl-Bätz vom Integrationsfachdienst Hersfeld-Rotenburg. Ziel sei es, Barrieren abzubauen und Begegnungen zu schaffen.
Die Schirmherrschaft in diesem Jahr hat Festspiel-Intendantin Elke Hesse übernommen. „Inklusion bedeutet, miteinander und gemeinsam zu arbeiten. Es heißt, dass alle zusammenhalten müssen. Das gilt auch für die Festspiele“, sagt Elke Hesse. Derzeit seien keine Menschen mit Beeinträchtigung dort beschäftigt, aber aus ihrer Arbeit als Geschäftsführerin des „MuTh“ in Wien kenne sie inklusive Arbeit, beispielsweise mit Tanzgruppen, die dort auftreten. „Gerade Kultureinrichtungen kommt hier eine besondere Rolle zu, denn diese sind Orte der Begegnung, der Reflexion und der Öffnung für unterschiedliche Lebensrealitäten“, sagt Michaela Kehl-Bätz.
Im vergangenen Jahr hatten sich 35 Firmen aus dem Landkreis am „Duoday“ beteiligt. „Daraus sind einige Praktika entstanden“, freut sich Michaela Kehl-Bätz. In diesem Jahr ist der 30. September der Tag, für den noch Unternehmen gesucht werden, die einen Tagespraktikanten oder eine Tagespraktikantin mit Beeinträchtigung für ein paar Stunden zu sich einladen möchten. „Die Teilnehmenden haben geistige, seelische oder körperliche Beeinträchtigungen“, so die Organisatorin.
Der „Duoday“ wird von mehreren Organisationen und Institutionen organisiert. Dazu gehören die IHK Kassel-Marburg, die Handwerkskammer Kassel, der Landeswohlfahrtsverband Hessen, das Kommunale Jobcenter des Landkreises, die Sozialen Förderstätten, die Bundesagentur für Arbeit, der Integrationsfachdienst (IFD) und die Einheitlichen Ansprechstellen für Arbeitgeber (EAA).
Der Integrationsfachdienst hat Meinungen von Menschen mit Beeinträchtigung gesammelt, wie sie selbst gerne wahrgenommen werden möchten und wie sie sich eine Arbeit vorstellen: „Ich möchte mitwirken“, „Verständnis für mich“, „selbstständiges Leben durch Arbeit“, „ernst genommen werden“ wurden genannt, ebenso wie keine Vorurteile, sondern Vertrauen zu haben, nicht unterschätzt zu werden und einfach dazuzugehören. „Menschen mit Beeinträchtigungen möchten nicht nur mit ihren Defiziten gesehen werden“, so Michaela Kehl-Bätz.
Firmen und Betriebe, die am „Duoday“ teilnehmen möchten, können sich bis zum 24. August anmelden. Fragen beantworten Michaela Kehl-Bätz und Annette Petermann unter den Telefonnummern 06621/50943 und 06621/50944 sowie per E-Mail an duoday@sfb-ev.de. Der „Duoday“ selbst ist auf den 30. September terminiert.

